Bildung an allen Schulen im Blick haben

Kreistagsfraktion


Christoph Hornung (2. v. links) erläutert den Kreistagsmitgliedern der SPD Pläne für die Sanierung der Berufsschule.

SPD-Kreistagsfraktion sieht enormen Handlungsbedarf auch bei Berufsschulen

Kaum ist das neue Landkreisgymnasium halbwegs in trockenen Tüchern, kümmern sich die sozialdemokratischen Kreistagsmitglieder schon um weitere Felder der Wissensvermittlung. „Besonders der beruflichen Bildung muss in einem wirtschaftlichen starken Landkreis wie dem unsrigen eine hohe Bedeutung zugemessen werden“, stellte Fraktionsvorsitzende Ruth Müller fest.

Es sei zwar richtig und notwendig, den Anteil der Universitätsabsolventen in der Region Landshut zu erhöhen. Doch das Land lebe nicht von Akademikern allein. In den Betrieben und auf den Baustellen brauche man Fachleute, die in ihren jeweiligen Berufen optimal ausgebildet seien. Wegen des baulichen Nachholbedarfs sei die theoretische Ausbildung in den Landshuter Berufsschulen mit erheblichen Problemen behaftet. Der Zweckverband arbeite schon seit geraumer Zeit daran, die Situation zu verbessern. Müller freute sich, dass der als Gast zu der Sitzung geladene Christoph Hornung nun vorwiegend positive Nachrichten zu vermelden hatte.

Der Verbands-Geschäftsführer berichtete, es laufe nun auf eine Sanierung der Schulgebäude an den bisherigen Standorten hinaus. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass ein Neubau am Rande der Stadt wesentlich kostspieliger wäre. Auch die Nähe zum Bahnhof und, im Fall der Berufsschule I, zur Innenstadt spräche für eine Instandsetzung der bestehenden Bausubstanz. Nachteilig sei bei dieser Lösung allerdings das begrenzte Angebot an Parkplätzen. Allerdings werde auch an der Luitpoldstraße ein erheblicher Teil der Gebäude abgerissen.

Nachdem diese Entscheidung jetzt gefallen sei, solle es jetzt schnell vorangehen, kündigte Kreisrat Franz Göbl als Mitglied des Zweckverbandes an. Noch im Juli solle bei der Regierung von Niederbayern die Finanzierung geklärt werden, damit die Gremien noch vor der Sommerpause in mehreren Sitzungen die notwendigen Beschlüsse fassen können. Voraussetzung sei, dass die Stadt und der Landkreis als gleichberechtigte Partner die in derselben Höhe zur Kasse gebeten würden. Es müsse unbedingt auf einen Baubeginn im Sommer 2011 gedrängt und die gesamte Maßnahme innerhalb von vier Jahren abgeschlossen werden.

Um das Spektrum des Bildungsbereiches abzurunden, erinnerte Ruth Müller an den SPD-Antrag vom Februar 2009, eine Fachoberschule im nördlichen Landkreis Landshut einzurichten. Man werde dieser Initiative jetzt gezielt nachgehen. Der Landkreis verfüge gerade in diesem Gebietsteil über hervorragend ausgebaute Realschulen mit steigenden Schülerzahlen. „Um möglichst vielen leistungsorientierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, sich wohnortnah weiterzubilden und den Zugang zu einem Hochschulstudium zu ermöglichen, ist es notwendig, in dieser Region des ländlichen Raumes eine Fachoberschule einzurichten“, stellte die Fraktionsvorsitzende abschließend fest. Man dürfe nicht übersehen, dass in den letzten Jahren auch durch die geburtenstarken Jahrgänge die Schülerzahlen an den Realschulen gestiegen seien.

 
 

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