Musikunterricht muss bezahlbar bleiben

Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion besuchte Vilsbiburger Musikschule

Dass sich Musik positiv auf die Entwicklung und Förderung von Kindern aus, darin sind sich die Fachleute einig. Umso wichtiger ist es, dass es dezentral Musikschulen im Landkreis Landshut gibt, stellten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion bei ihrem Besuch in der Vilsbiburger Musikschule fest.

Hier können Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein Instrument lernen oder im Ensemble gemeinsam muszieren, berichtete der Leiter der VHS, Hans Sarcher den SPD-Kreisräten. „Wer ein Musikinstrument spielen kann, wird in jeder Stadt schnell Anschluss finden“, stellte Fraktionsvorsitzender Sebastian Hutzenthaler – der selbst Klarinette spielt – fest. Umso wichtiger ist es daher, dass die Musikschulen finanziell gut ausgestattet sind, damit sie ihren Bildungsauftrag erfüllen können.

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte sich bereits bei den Haushaltsberatungen 2015 stark dafür gemacht, in einem zweistufigen Verfahren die Landkreis-Zuschüsse für die kommunalen Musikschulen zu erhöhen. Wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der kommunalen und der landespolitischen Ebene oft ist, machte die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete deutlich: Denn die SPD im Bayerischen Landtag hat eine Erhöhung der staatlichen Zuschüsse erreicht: Im Jahr 2014 wurden die bayerischen Sing- und Musikschulen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 13,785 Millionen Euro gefördert, im Jahr 2015 stieg der Gesamtförderbetrag um rund eine Million Euro auf 14,732 Millionen Euro an. In der Antwort auf ihre Anfrage hat die Landtagsabgeordnete Ruth Müller nun erfahren, dass der Landkreis Landshut davon mit fast 10.000 Euro profitiert. Der Zuschuss des Landes ist damit im Jahr 2015 von 215.655 Euro auf 225.431 Euro gestiegen. Im Haushalt 2015/16 wurde die Förderung für die Sing- und Musikschulen noch einmal auf rund 17,7 Millionen Euro erhöht.

Derzeit nehmen wöchentlich 141.850 Schülerinnen und Schüler Unterricht an den 216 bayerischen Musikschulen. Die Kosten hierfür teilen sich die Eltern, die Kommunen und der Freistaat. „Wir wollen allerdings langfristig erreichen, dass der Finanzierungsanteil des Freistaates an den Lehrpersonalkosten auf 25 Prozent steigt“, so Müller. Deshalb werden wir bei den Haushaltsberatungen, die nach der Sommerpause losgehen, darauf wieder unser Augenmerk legen. „Die musikalische Bildung darf nicht zum Luxusgut werden und muss bezahlbar bleiben“, pflichtete der Fraktionsvorsitzende Sebastian Hutzenthaler bei.

 

Foto v. l. n. r.: Sebastian Hutzenthaler, Ruth Müller, Gerhard Babl, Arno Wolf, Hans Sarcher und Franz Göbl in der Vilsiburger Musikschule

 
 

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