Am Atomausstieg muss festgehalten werden!

Umwelt

SPD-Kreisvorsitzende aus Landshut, Erding und Freising unterstützen Landshuter Ausstiegsdebatte

Mit der angestoßenen Atomausstiegsdebatte steht die Stadt Landshut derzeit im Focus der Öffentlichkeit. Die Stadtverbandsvorsitzende der SPD, Anja König und die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut nutzten eine Zusammenkunft mit den Kreisvorsitzenden der Nachbarlandkreise Erding und Freising, um auf die veränderte Diskussion aufmerksam zu machen.

Nun hätten wohl die aufgeklärteren Teile der Union mittlerweile erkannt, dass der sukzessive Umstieg auf die Erneuerbaren Energien unumgänglich und letztlich nur eine Frage der Zeit sei, so Kreisvorsitzende Ruth Müller. Die Nutzung der Kernenergie berge nicht beherrschbare Risiken. In Landshut würde dies besonders das Kernkraftwerk Isar I in Ohu bei Landshut betreffen, dessen Abschaltung nach dem Atomkonsens vereinbart sei. Dabei müsse es bleiben, pflichtete auch die Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Freising, Birgit Großkopf und die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Freising, Heidi Kammler, bei.

Michaela Meister; Kreisvorsitzende der SPD Erding stellte fest, dass wohl noch immer vor allem die Lobbyvertreter die energiepolitische Leitlinie der Union vorgeben. Mit diesem Lobbyismus müsse im Interesse einer sauberen und sicheren Energieversorgung endlich Schluss sein, pflichtete ihr auch Beate Frommhold-Buhl als stellvertretende Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Freising bei.

„Vor zehn Jahren wurde der Ausstieg beschlossen und nun sollen die Verträge auch eingehalten werden. Es sei erfreulich, dass nun gerade auch aus der CSU in Landshut ein Umdenken erfolge, so Anja König. Die SPD habe bei der Landshuter Umweltmesse rund 1.000 Unterschriften für den Atomausstieg gesammelt und an die Spitze der SPD in Bayern überreicht.

Eine Lanze für die erneuerbaren Energien brach der stellvertretende Landesvorsitzende, MdB Ewald Schurer. Die Erneuerbaren Energien seien im letzten Jahrzehnt massiv ausgebaut und zu einem Jobmotor in Deutschland geworden. Diesen erfolgreichen Weg müsse Deutschland weitergehen, wenn sowohl die Klimaziele erreicht als auch die hochriskante Energiegewinnung aus Kernspaltung überwunden werden solle.
Landkreis- und bezirksübergreifend waren sich die SPD-Kreisvorsitzenden einig, dass die Sicherheit der Bürger vor dem Profit stehen müsse. Die Atomreaktoren wurden für eine maximale Laufzeit von 40 Jahren konzipiert. Laufzeitenverlängerungen darüber hinaus sind Experimente mit ungewissem Ausgang.

Gemeinsam hoffe man nun, dass der Stein, der in Landshut in die Isar geworfen wurde, Wellen der Zustimmung isarabwärts und isaraufwärts erfahre.

Foto v. l. n. r.:
Birgit Grosskopf (Fraktionsvorsitzende Kreistag Freising); Anja König (Stadtverbandsvorsitzende); MdB Ewald Schurer (stv. Landesvorsitzender); Michaela Meister (Kreisvorsitzende SPD Erding); Ruth Müller (Kreis- und Fraktionsvorsitzende SPD Landkreis Landshut); Heidi Kammler (Fraktionsvorsitzende SPD Stadt Freising)

 
 

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