Gesundheit der Senioren im Blick

Kreistagsfraktion

Landkreis-SPD besichtigte Schlossklinik und Schloss-Reha – Über Barrierefreiheit im Krankenhaus diskutiert

„Noch bevor der „Demographische Wandel“ im Bewußtsein der Menschen angekommen ist, hat sich die Schlossklinik Rottenburg auf den Weg gemacht, um ein besonderes Angebot für ältere Menschen im Gesundheitsbereich zu bieten“, erinnerte MdL Ruth Müller an die Anfänge der geriatrischen Medizin in Rottenburg.

1994 wurde aus dem „Kreiskrankenhaus Niederhatzkofen“ die erste Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation in Bayern. Von Anfang an mit dabei war Chefarzt Dr. Klaus Timmer, der die zahlreichen SPD-Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Landshut durch die Einrichtung führte.

Die Altersmedizin umfasse verschiedene Ebenen, sie müsse neben der medizinisch-organischen Seite auch die sozialen und psychischen Umstände betrachten und vor allem dafür sorgen, dass die „funktionale Ebene“ verbessert wird, erläuterte Dr. Klaus Timmer die Philosophie des Hauses. Wir schauen „was kann der Patient?“ und versuchen eine Verbesserung zu erreichen. Dass dies gelinge, mache auch der „Barthel-Index“, der in REHA-Einrichtungen verwendet wird, deutlich: Die durchschnittliche Verweildauer liege bei 22 Tagen und innerhalb dieser Zeit verbessere sich das Befinden der Patienten von 45 auf 65 Punkten bei der Entlassung. Der Index bewertet verschiedene Fähigkeiten, wie Körperpflege, Mobilität oder An- und Ausziehen mit Punkten und so werde versucht, in den einzelnen Bereichen mehr Selbständigkeit zu erreichen.

Ungenügend sei jedoch die Finanzierung, da der Tagessatz rund 50 Euro weniger betrage, als zur Kostendeckung nötig wären, erläuterte Dr. Klaus Timmer auch den monetären Aspekt. Die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die auch im Ausschuss für Gesundheit und Pflege tätig ist, berichtete, dass ihre Fraktion den Antrag gestellt habe, dass die Pflegeversicherung an den Kosten der geriatrischen Rehabilitation mitbeteiligt werden solle.

Zu LAKUMED, dem „Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung“ gehören auch die Krankenhäuser in Achdorf und Vilsbiburg. Aufgrund des orthopädischen Spektrums in Vilsbiburg sei deshalb die Idee entstanden, im Landkreis Landshut eine Einrichtung zur „Anschlussheilbehandlung“ (AHB) zu errichten. Durch die bereits vorhandenen Angebote wie Ergotherapie und Bewegungsbad sei der Standort Niederhatzkofen ausgewählt worden und 2012 konnte die „Schloss-Reha“ eröffnet werden, die es nun den Patienten ermöglicht, wohnortnah die drei Wochen der Anschlussheilbehandlung zu bekommen.

Die „Barrierefreiheit“ habe hier selbstverständlich eine große Rolle gespielt, die Raumgestaltung wurde entsprechend konzipiert, in den Aufzügen gibt es große Knopfleisten und auch eine akustische Ansage und die Übergänge sind ebenerdig. Die SPD-Kommunalpolitiker waren vom Ambiente der Schlossklinik und der Schloss-Reha beeindruckt. Das Konzept der beiden Häuser, wohnortnah eine medizinische Versorgung anzubieten, müsse auf Dauer erhalten bleiben.

 
 

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